Ja, es ist verdammt lange her, seit hier der letzte Eintrag erfolgte. Das heißt jetzt nicht, das ich keine Attacken mehr hatte, aber das Leben mit ihnen ist durchaus machbar, trotzdem schön. Man muss eben nur das Beste daraus machen. Einige kleine Veränderungen, was die Medikation betrifft, gab es. Und kleine Marotten (hervorgerufen durch Herrn Kopf) sind auch erschienen. Dazu aber mal in den nächsten Tagen mehr … Wirklich, versprochen.
Wer Glück in der Liebe hat, hat Pech bei Gewinnspielen – so sagt man, Ich habe Glück in der Liebe, vielleicht ja auch Glück bei dem Gewinnspiel, was Stromklar.de in Sponsoring mit dem Gutscheinblog.eu veranstaltet. Zu gewinnen gibt es einen 10 Euro Amazon-Gutschein.
Wie gesagt, ich hoffe, ich habe auch einmal Glück im Spiel. Ich verrate es Euch …
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Auch solche Tage gibt es: Du weißt bereits beim Aufwachen, das dieser Tag alles anders als erfreulich wird. Du spürst, wie sich der Druck im Kopf aufbaut – wie bei einem Dampfkessel – wie Dich ein beklemmendes Gefühl beschleicht. Du denkst, Dein Herz stolpert!Du bekommst langsam Angst …
Was also machen? Nichts, den Tag Tag sein lassen. Irgendwann verschwindet das Gefühl – oder auch nicht. Sollte letzteres der Fall sein, bleibt als Notausgang immer noch eine halbe Tavor.Aber davon bin ich zur Zeit weit entfernt.
Und morgen? Morgen ist ein neuer Tag und bereits beim Aufwachen werde ich wissen, wie dieser Tag sein wird.
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Thor hat ja bereits darüber berichtet, das wir wieder etwas sportlich aktiv werden wollen. Sport bedeutet ja, Stärkung des Herzens und somit Senkung des Risikos für Infarkt und Schlaganfall. Und da meine Primärangst sich ja meistens um diese 2 Ereignisse dreht, erfüllt dieses Vorhaben dann hat das auch einen therapeutischen Zweck. Sollte man denken, aber beim Erwerb meines Fahrrades bekam Herr Kopf erst einmal eine große Portion Nahrung, die ihn aufleben ließ:
Ehemann zur Verkäuferin: „Leider kann meine Frau nicht mit hereinkommen, sie fühlt sich gerade nicht so gut.“Verkäuferin zu meinem Mann: „Ja?! Ich habe gestern schon gesehen, dass ihre Frau krank ist.“
Klasse, fein, bravo … ich sehe also krank aus. Ich, die nicht körperlich krank ist. Oder bin ich es doch? Gedanken, die mir sofort durch den Kopf schossen und an denen ich doch ein paar Minuten tüchtig zu knabbern hatte – um im Endeffekt Herrn Kopf doch wieder in die hintersten Regionen zu verbannen. Zumindest für diesen Tag …
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Seit dem Ausbruch meiner Erkrankung vor knapp 2 Jahren habe ich stellenweise Ängste, die auch ein kleines Kind hat. Voriges Jahr hatte ich (auch wenn es für viele sicher lächerlich klingt) Angst bei Gewittern. Ich, die sonst gerade diese mächtigen Naturgewalten bewundert hatte.
Vorgestern war es soweit, dass erste Gewitter zog in der Nacht auf. Riesiges Getöse, lautes Donnern, grelle Blitze – und ich schlief einfach weiter. Wieder ein kleiner großer Erfolg.
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Nach mehreren Monaten Pause startet das Blog wieder durch. Es wird (hoffentlich) kein tägliches Update geben, sondern nur, wenn „Herr Kopf“ wieder zugeschlagen hat. Natürlich will ich auch weiterhin anderen Patienten Mut machen: Man kann mit Angst- und Panikstörungen zu 90 % ein ganz normales Leben führen. Zumindest mir gelingt es …
Sicher fragen sich jetzt einige von Euch, wie es mir die letzte Zeit attackenmäßig ergangen ist. Gut! Ein Arzttermin lag zwischenzeitlich an, der aber immer mehr zum „Ich-hole-mir-nur-schnell-mein-Rezept-ab“-Termin verkümmert. Mein Gesprächstherapeut ist und bleibt mein Mannitou, der bei Bedarf 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht – das weiß auch meine Ärztin. Und da das Wartezimmer immer brechend voll ist, kann sie bei mir eben Zeit einsparen.
„Herr Kopf“ ist auch einschätzbarer geworden. Bei 2 Situationen muckt er regelmäßig auf:
- beim Wocheneinkauf (ich hasse diesen Muss-Einkauf)
- und beim Betreten der Bank (Aber ich denke, da bekommen auch einige von Euch Anfälle.)
Emotionen, egal ob erfreulich oder nicht, sind neuerdings ein weiterer Auslöser – manchmal bin so eine richtige kleine Heulsuse geworden. Aber mal ehrlich, damit kann man doch leben, oder?
Es ist also alles gut … bis zum nächsten Mal.
PS: Wer mich auch in den angstfreien Zeiten begleiten will, kann das auf „Hasenbau – Das Leben der Zweibeiner aus Sicht eines Zwergkaninchens“ gerne tun.
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Seit ich die Morgenration weglasse, merke ich, wie Herr Kopf mehr und mehr die Oberhand gewinnt – ich bekomme ihn einfach nicht zu fassen. Immer häufiger beschäftigen sich die Gedanken wieder mit den Krankheiten dieser Welt, kommt Unwohlsein und Panik auf. Selbst die Nacht ist nicht mehr das Synonym für Ruhe (vor den Gedanken) – immer häufiger liege ich wach.
Was bleibt mir also weiter übrig, als die Morgenration wieder zu schlucken?! Schade, aber es war wohl auch diesmal noch zu zeitig … aber ich bin mir sicher, irgendwann gewinne ich diesen Wettlauf.
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Habt Ihr Euch schon einmal Gedanken über Euren Tod gemacht? Damit meine ich jetzt nicht die Menschen, die berechtigte Gründe haben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen – nein, ich meine Euch, die, die Ihr mitten im Leben steht. Werdet Ihr eine Lücke hinterlassen? Werdet Ihr auf ein erfülltes Leben zurückblicken können? Was möchtet Ihr für eine Beerdigung haben? Sicher oft noch ein No-Go-Thema, aber ich mache ich mir hin und wieder so meine Gedanken darüber, besonders seit ich die 40 überschritten habe und Panikpatientin bin. Ich möchte z.B. keinen Redner, der meinen Lebenslauf „runterleiert“, den kennen die Leute, die auf meiner letzten Feier sind, sowieso. Ich möchte, das jemand an die innigen, wundervollen und auch traurigen Momente erinnert, die es in meinem Leben gab. Ich möchte meine Lieblingsblumen – Fresien – haben. Und ich habe einen letzten Wusch - ein ganz spezielles Lied von Frank Duval:
Aber jetzt, jetzt möchte ich erst einmal noch viele gemeinsame Jahre mit meinem Mann, meinen Töchtern, Schwiegersöhnen und Enkelkindern haben.
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Vorgestern nacht war er wieder da – der Fusskrampf. Und was soll ich Euch sagen: Diesmal kam trotz dieser unangenehmen Sache (was ja für mich DER Schlüsselreiz ist) keine Attacke. Wieder ein kleiner, großer Sieg.
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Alle Termine vereinten sich auf vergangene Woche: rocon mußte am Mo. zum Arzt, ich am Donnerstag. Eigentlich war es bis jetzt immer so, daß Herr Kopf 1 Woche vor dem anstehenden Termin Sperenzien machte, doch diesmal blieb ich davon halbwegs verschont – 1 Mini-Attacke am Tag davor, 1 Mini-Attacke kurz nach dem Arztbesuch. Also auch hier ist eine Verbesserung zu verzeichnen. Und weil sich das alles so positiv entwickelt, haben meine Ärztin und ich vereinbart, das ich das Opipramol langsam ausschleiche, das Trevilor wird wie gewohnt weiter genommen. Das hatte ich ja schon einmal versucht und die Mittagsration weggelassen, was allerdings nicht so klappte – die Attacken häuften sich wieder. Nun gab mir meine Therapeutin den Tipp, die Morgenration zu streichen und dieses Experiment verläuft bisher sehr gut.
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